Bachfestival Arnstadt

E-Mail Drucken

Festivalprogramm 2014

Veranstaltung 

Titel:
Bach und Söhne (Rotary Orchester Deutschland)
Wann:
Samstag, 29.03.2014  Beginn: 17.00 Uhr
Wo:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche - Arnstadt
Kategorie:
Konzerte

Beschreibung

PfeilKünstler:

Rotary Orchester Deutschland
Christine-Maria Höller (Violine)
Clemens Jüngling (Dirigent)

PfeilProgramm:

Alle Welt weiß von der Schlüsselstellung der Bach-Familie in der globalen Musikgeschichte. Aber die Idee eines generationsübergreifenden Konzertprogramms im miteinander konkurrierenden Verhältnis der Bach-Söhne zu ihrem übermächtigen Vater Johann Sebastian, das gehört immer noch zu den Besonderheiten und Raritäten des Musiklebens. Der Gedanke liegt schon deswegen nahe, weil vier Söhne des Leipziger Thomaskantors die historische Aufbruchssituation und kreative Phase zwischen Barock und Klassik mitgeprägt haben: chronologisch aus erster Ehe mit Maria Barbara der „Hallenser Bach“ Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel als königlich-preußischer Cembalist in Potsdam und dann leitender Musikdirektor in Hamburg. Nach dem frühen Tod Barbaras folgten in zweiter Ehe mit Anna Magdalena die beiden Söhne Johann Christoph Friedrich als der „Bückeburger Bach“ und schließlich der in Mailand und in London zu großer Berühmtheit gelangte Johann Christian.

PfeilProgrammfolge:

Johann Sebastian Bach: Violinkonzert E-Dur
Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonie D-Dur F 64
Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonia B-Dur I/20

Pause

Johann Christian Bach: Sinfonie B-Dur
Carl Phillip Emanuel Bach: Sinfonie Nr. 3 C-Dur
Johann Sebastian Bach: Ouverture h-Moll

PfeilPogrammdauer:

ca. 100 Minuten

PfeilPreise:

34,00 € in der 1. Preiskategorie (29,00 € ermäßigt)
28,50 € in der 2. Preiskategorie (23,50 € ermäßigt)
22,80 € in der 3. Preiskategorie (17,80 € ermäßigt)

PfeilTickets buchen:

artikel t-info artikel ticketshop


Zum Rotary-Orchester Deutschland:

24a rotary orchesterDie Liebe zur Musik verbindet die 85 Mitglieder des Rotary Orchester Deutschland. Unter der professionellen Leitung von Chefdirigent Rasmus Baumann erarbeiten sie insbesondere große Sinfonien der Klassik und Romantik von Mozart bis Brahms, von Beethoven bis Dvorak. Das Repertoire ist ständig gewachsen und sehr umfangreich.

Zweimal im Jahr treffen sich die versierten Amateur-Musiker, die auch in ihren Heimatorten in verschiedenen Orchestern und Kammermusik-Gruppen spielen. Durch das hohe Engagement des Rotary Orchesters Deutschland war es möglich, in über 60 Benefiz-Konzerten eine Summe von mehr als 500.000 Euro einzuspielen.

Dieser außergewöhnliche Erfolg wurde vom RC Dresden - Goldener Reiter 1996 initiiert. Die Idee der Gründungsmitglieder war, national und international den Einladungen verschiedener rotarischer Clubs zu folgen, dort zu proben und das erarbeitete Programm in einem entsprechenden festlichen Rahmen aufzuführen. Die Kosten dieser Reisen tragen die Musiker selbst, so dass der gesamte Erlös der Konzerte den regionalen, sozialen Projekten uneingeschränkt zu Gute kommt.

Die jeweils drei Proben-Tage sind geprägt durch heiter freundschaftliche Atmosphäre, in der begeistert auf hohem Niveau musiziert wird. Regelmäßig bietet das Rotary-Orchester Deutschland erfolgreichen jungen Künstlern die Möglichkeit, sich solistisch zu präsentieren. Das Orchester setzt sich aus Rotariern und deren Angehörige zusammen, ist aber auch für Mitglieder von Rotaract und Inner Wheel offen. Durch die große Resonanz der veranstaltenden Clubs und die Begeisterung auf diese Weise helfen zu können, ist 2001 aus dem Orchester heraus zusätzlich ein Kammerorchester entstanden, das seit 2008 ebenfalls unter der Leitung des Chefdirigenten Rasmus Baumann steht.

Auch dieses Kammerorchester trägt mit Tourneen und zahlreichen Auftritten bei öffentlichen Veranstaltungen in In- und Ausland dazu bei, die rotarische Idee klangvoll in die Welt zu tragen.

Zu Christine-Maria Höller:

24b christine maria hoellerAusbildung, Lehrtätigkeit: Violinunterricht ab dem siebten Lebensjahr. Studium und Abschluss mit Auszeichnung (Konzertfach Violine) am Mozarteum Salzburg bei Prof. H. Zehetmair. Postgraduate - Studium bei Prof. Lukas Hagen, weiterführende Ausbildung bei Prof. Igor Ozim. Meisterkurse bei Shmuel Ashkenazy, Gilles Apap, Rony Rogoff, Michael Frischenschlager, Dimitri Sitkovetsky, Leonidas Kavakos, Stefan Picard. Seit 2002 Lehrtätigkeit am Mozarteum Salzburg. Dozentin bei Violinseminaren in Deutschland und Südamerika.


Auszeichnungen, Preise
Mehrfache Preisträgerin „Jugend musiziert",
Erster Preis intern. Violinwettbewerb Görz / Italien
Christa Richter Steiner - Preis
Würdigungspreis des österreichischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Konzerttätigkeit
Konzertauftritte u. a. in Salzburg/Großes Festspielhaus, Bayreuth (Festival junger Künstler, 2007), Konzerthaus Dortmund, Rudolfinum Prag, Prinzregententheater München (Cellibidache Festival), Italien, Kroatien, Mecklenburg-Vorpommern (Festspiele 2003, 2005), Istanbul (Pfingstfestpiele 2002), Argentinien (Festival de Ushuaia 2005, 2006, 2007, 2008, 2009), Orvieto / Italien Klassik Festival 2011.
Auftritte als Solistin u. a. mit dem Berner Symphonieorchester (Andrey Boreyko), Mozarteum Orchester Salzburg (Othmar Mága), RSO Prag (Wladimir Valek, Peter Feranec), Dortmunder Philharmoniker (Arthur Fagan), Westdeutsche Sinfonia (Dirk Joeres), Berliner Symphoniker (Jorge Uliarte), Junge Philharmonie Salzburg (Elisabeth Fuchs), Orchester der Salzburger Kulturvereinigung (Wolfgang Danzmayr), Capella Istopolitana, Dvorak Symphonie Orchester Prag (Jorge Uliarte), Orquesta Sinfonica De Salta (Felipe Izcaray), Moskauer Symphoniker (J. Uliarte), Bochumer Symphoniker (Steven Sloane). Weitere Konzertauftritte (Duo, Trio) u. a. mit Lukas Hagen, Rico Gulda, Luca Monti, Stanislaw Tichonow, Gerda Guttenberg, Irma Kliauzaite, Marie Kato, Noriko Shiozaki.

Repertoire
Christine-Maria Höller spielt ein breites Spektrum der Musikliteratur. Neben den klassischen Werken widmet sie sich auch intensiv zeitgenössischen Kompositionen, die mehrfach von ihr als Solistin (z. B. beim Cellibidache Festival München, Pfingstfestspiele Salzburg) uraufgeführt wurden.

Zu Clemens Jüngling:

24c clemens juenglingDer geborene Deutsch-Österreicher Clemens Jüngling studierte Dirigieren, Lied, Klavier und Jura in Leipzig und absolvierte ein postgraduales Meisterklassenstudium Orchesterdirigieren/Korrepetition an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Prof. Mark Stringer, Yuji Yuasa, Barbara Moser und Prof. Konrad Leitner.

Er nahm an vier Dirigierkursen von Fabio Luisi, sowie je einem von Kurt Masur, Seiji Ozawa und Bernhard Haitink teil. Der junge Dirigent war Mitglied im Gustav Mahler Jugendorchester und mit diesem Ensemble Gast auf zahlreichen europäischen Festivals von Salzburg bis Luzern, was auf verschiedenen CDs u.a. bei EMI dokumentiert wurde. Mit diesem Orchester studierte er auch unter anderem als Assistent von Ingo Metzmacher mit Matthias Goerne die „Gesangsszene“ von Karl Amadeus Hartmann ein. Als musikalischer Assistent war er 2007 bei der Neuproduktion „Rigoletto“ am Stadttheater Klagenfurt tätig.

Er gab bisher Konzerte als Dirigent in Deutschland, Österreich und Polen und als Liedbegleiter und Kammermusiker u.a. in der Wiener Staatsoper und dem Kurhaus Baden-Baden, dirigierte Radioaufnahmen für den MDR Leipzig und nahm an einer Konzertreise mit Anna Netrebko, Erwin Schrott und Ramon Vargas in Mannheim, Wiesbaden und Münster teil (Dirigent: Marco Armiliato). Von 2008 bis 2011 war Clemens Jüngling als Solorepetitor und Kapellmeister am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen tätig, wo er zahlreiche Vorstellungen und Konzerte mit der Neuen Philharmonie Westfalen dirigierte, Liederabende begleitete und das MiR-Jugend-Orchester gründete. 2010 erhielt er hier für seine Arbeit den Gelsenkirchener Theaterpreis.

In der Spielzeit 11.12 kehrte Clemens Jüngling als musikalischer Leiter des großen Ballettabends „Grossstadt-Triptychon“ und des MJO-Projekts der Spielzeit, der Uraufführung der Oper „Ubu“, sowie für die Produktion „Merlin“ ans MiR zurück. Clemens Jüngling ist Stipendiat der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung.

Veranstaltungsort

Johann-Sebastian-Bach-KircheKarte
Veranstaltungsort:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche
Straße:
An der neuen Kirche
PLZ:
99310
Stadt:
Arnstadt

Beschreibung

Erstmals wird im Jahre 1333 die Bonifatiuskirche (Bachkirche) am Marktplatz erwähnt. Sie brannte bei dem großen Stadtbrand 1581 bis auf die Außenmauern nieder. Erst 1676 begann der Wiederaufbau der "Neuen Kirche" unter Verwendung von altem Mauerwerk und Steinen von der abgebrochenen Jakobskirche am Ried.

bachkirche Der Orgelbaumeister Johann Friedrich Wender erstellte 1703 eine Orgel für die Neue Kirche, die der 18-jährige Johann Sebastian Bach abgenommen und geprüft hat. Bach wurde im August 1703 an die Neue Kirche als Organist berufen und blieb bis 1707 in Arnstadt.


Die Wender-Orgel:

Im Jahr 2000 wurde die Wender-Orgel wieder dem Originalzustand angeglichen, nachdem sie in der Zeit von ca. 1850 bis 1938 mehrfache Umbauten erlebt hatte. Das wieder erstandene historische Instrument wird auch in vollem Umfang historisch bedient. Demnach wird in öffentlichen Konzerten selbst der erforderliche Spielwind für die Orgel auf mechanischem Weg, also ohne Orgelmotor erzeugt. Die Tonhöhe dieser Orgel hat sich an den historischen Pfeifen von 1703 mit 465 Hz an a‘ wiedergefunden. Ebenso ist die originale ungleichstufige Stimmungsart nach dem Erbauer Johann Friedrich Wender wieder rekonstruiert worden.

Die Steinmeyer-Orgel:

1913 wurde unter Einbeziehung der historischen Orgelteile von 1703, welche sich noch in der Kirche befanden, eine technisch neue Orgel durch die Fa. Steinmeyer aus Öttingen/ Bayern fertig gestellt. Dieses Instrument ist erhalten und steht – vollkommen restauriert und auf den Stand von 1913 zurückgeführt – auf der 1. Empore der Kirche. Es ist seiner Entstehungszeit nach eine spätromantische Orgel, welche sich besonders für die Darstellung der Orgelmusik der deutschen Romantik eignet.

Planen Sie Ihre individuelle Anreise mit der Deutschen Bahn:

Reisen Sie schnell, preiswert, individuell und umweltfreundlich zu uns und genießen Sie Ihre Reise von Anfang an.